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Restaurant-Website erstellen: die komplette Anleitung

Von der gastronomx-RedaktionAktualisiert im Juni 2026Lesezeit ca. 8 Min.

Eine eigene Restaurant-Website ist Ihre digitale Visitenkarte – unabhängig von Portalen und sozialen Netzwerken. Sie zeigt Karte, Öffnungszeiten, Anfahrt und Kontakt, nimmt Reservierungen oder Bestellungen entgegen und sorgt dafür, dass Gäste Sie bei Google finden. Diese Anleitung führt Sie von den Grundlagen über Inhalte, Domain und mobile Optimierung bis zum Local SEO.

Warum eine eigene Website wichtig ist

Profile auf Reservierungs- oder Lieferportalen sind nützlich, gehören Ihnen aber nicht: Sie bestimmen Design, Regeln und Gebühren nicht selbst. Auf einem Portal stehen Sie zudem direkt neben der Konkurrenz, und ein Teil Ihres Umsatzes wandert als Provision ab. Eine eigene Website ist dagegen Ihr digitales Zuhause – sie vermittelt Ihren ersten Eindruck, verlinkt auf alle Kanäle und kann Reservierungen oder Bestellungen ohne Vermittlungsgebühr entgegennehmen.

Hinzu kommt die Auffindbarkeit: Viele Gäste suchen vor dem Besuch gezielt nach dem Namen eines Lokals oder nach „Restaurant in der Nähe“. Wer dann keine eigene, gepflegte Website findet, hinterlässt einen weniger professionellen Eindruck. Die eigene Seite und das Google-Unternehmensprofil ergänzen sich dabei: Beide sorgen gemeinsam dafür, dass Sie lokal sichtbar werden.

Ein weiterer Punkt ist die Unabhängigkeit. Ändert ein Portal seine Regeln, erhöht die Gebühren oder stellt einen Dienst ein, sind Sie diesen Entscheidungen ausgeliefert. Auf der eigenen Website bestimmen Sie selbst, welche Informationen im Vordergrund stehen, wie Sie Gäste ansprechen und welche Aktionen Sie bewerben. Portale eignen sich gut, um neue Gäste zu erreichen; die eigene Seite hält diese Gäste und macht aus ihnen Stammkunden, deren Kontaktdaten bei Ihnen bleiben.

Die wichtigsten Inhalte einer Gastro-Website

Gäste suchen auf einer Restaurant-Website fast immer nach denselben Dingen. Stellen Sie diese prominent und mobil gut erreichbar dar, damit niemand lange scrollen oder suchen muss:

  • Speisekarte – aktuell und mobil lesbar, idealerweise mit Allergenangaben.
  • Öffnungszeiten – inklusive Feiertage und Ruhetage.
  • Anfahrt und Adresse – mit Karte und Parkhinweisen.
  • Kontakt – Telefonnummer als klickbarer Link, E-Mail, ggf. Kontaktformular.
  • Reservierung oder Bestellung – mit klar sichtbarem Button.
  • Fotos – einladende, echte Bilder von Räumen und Gerichten.

Eine veraltete Speisekarte oder falsche Öffnungszeiten sind ein häufiger Grund für Frust. Achten Sie deshalb darauf, dass sich die Karte einfach pflegen lässt. Mit der gastronomx-Funktion „Restaurant-Website“ lässt sich die digitale Speisekarte direkt einbinden, sodass Änderungen sofort auf der Seite erscheinen, statt an mehreren Stellen gepflegt werden zu müssen.

Schritt für Schritt zur Restaurant-Website

Der Weg zur eigenen Website ist auch ohne technisches Vorwissen gut machbar. Gehen Sie in überschaubaren Schritten vor:

  1. Ziel klären: Soll die Seite vor allem informieren, Reservierungen annehmen oder Bestellungen ermöglichen?
  2. Inhalte sammeln: Speisekarte, Öffnungszeiten, Adresse, Kontaktdaten und gute Fotos zusammentragen.
  3. Domain wählen: einen einprägsamen Namen sichern, der zu Ihrem Restaurant passt.
  4. Lösung auswählen: zwischen Website-Baukasten, Branchenlösung oder Agentur entscheiden.
  5. Seite aufbauen: Inhalte mobiloptimiert strukturieren und klare Buttons für Reservierung oder Bestellung setzen.
  6. Pflichtangaben ergänzen: Impressum und Datenschutzerklärung einbinden.
  7. Testen und veröffentlichen: auf dem Smartphone prüfen, Ladezeit und Links kontrollieren, dann live schalten.

Planen Sie die Website von Anfang an so, dass Sie Inhalte selbst aktualisieren können. Eine Seite, die nur ein Dienstleister ändern kann, veraltet erfahrungsgemäß schnell.

Eigene Domain einrichten

Eine eigene Domain wie ihr-restaurant.de wirkt professionell und ist leicht zu merken. Sie ist die Grundlage für Vertrauen und für E-Mail-Adressen mit Ihrem Namen statt einer generischen Freemail-Adresse. Wählen Sie einen kurzen, gut sprechbaren Namen – idealerweise den Namen Ihres Lokals, eventuell ergänzt um den Ort.

Wenn Sie noch keine Domain besitzen, lässt sie sich in der Regel direkt im Rahmen Ihrer Website-Lösung registrieren und verbinden. Besteht bereits eine Domain bei einem anderen Anbieter, können Sie sie meist umziehen oder per Einstellung auf die neue Seite verweisen. Achten Sie darauf, die Domain auf Ihren eigenen Namen oder den Ihres Betriebs zu registrieren – nicht auf den eines Dienstleisters.

Was kostet eine Restaurant-Website?

Die Kosten hängen stark vom Weg ab, den Sie wählen. Grundsätzlich fallen zwei Arten von Kosten an: einmalige Kosten für die Erstellung und laufende Kosten für Domain, Hosting und Pflege. Je nach Anbieter unterscheiden sich diese erheblich.

  • Website-Baukasten: meist geringe laufende Kosten im Abo, dafür Eigenleistung bei Aufbau und Pflege.
  • Branchenlösung für Gastronomie: Website oft im Paket mit Karte, Reservierung und Bestellung kombiniert.
  • Agentur: höhere einmalige Kosten für individuelles Design, plus laufende Pflege oder Wartung.

Vergleichen Sie nicht nur den Startpreis, sondern die Gesamtkosten über ein Jahr inklusive Domain, Hosting, Updates und Änderungen. Rechnen Sie außerdem ein, was Sie an Portalprovisionen sparen, wenn Reservierungen oder Bestellungen künftig über die eigene Seite laufen. Konkrete Beträge variieren je nach Anbieter und Umfang stark; die Preisseite von gastronomx zeigt die Konditionen transparent.

Versteckte Kosten lauern oft im Detail: Manche Baukästen sind im Einstieg günstig, blenden aber Werbung ein oder erlauben keine eigene Domain ohne Aufpreis. Bei Agenturen können zusätzliche Stunden für spätere Änderungen anfallen. Fragen Sie deshalb vorab, welche Leistungen im Preis enthalten sind, ob laufende Pflege inbegriffen ist und ob Sie die Inhalte selbst bearbeiten dürfen. Ein günstiger Preis nützt wenig, wenn jede kleine Anpassung extra kostet.

Mobile-first ist Pflicht

Die meisten Gäste rufen Ihre Website am Smartphone auf – oft unterwegs, kurz vor dem Besuch. Eine Website muss daher auf kleinen Bildschirmen schnell laden, gut lesbar sein und große, gut tippbare Schaltflächen haben. „Mobile-first“ bedeutet, die Seite zuerst für das Smartphone zu gestalten und erst danach für größere Bildschirme – nicht umgekehrt.

Das ist nicht nur eine Frage des Komforts: Google bewertet Websites vorrangig nach ihrer mobilen Variante (Mobile-First-Indexierung). Eine Seite, die am Smartphone langsam lädt oder schwer bedienbar ist, wird schlechter gefunden und schreckt Gäste ab.

Worauf es mobil ankommt

  • Schnelle Ladezeit, auch bei mobiler Verbindung.
  • Lesbare Schrift ohne Zoomen.
  • Telefonnummer und Adresse als direkt nutzbare Links.
  • Reservierungs- oder Bestellbutton ohne langes Suchen erreichbar.

Local SEO für Restaurants

Local SEO bezeichnet alle Maßnahmen, mit denen Sie in der lokalen Suche und auf Karten besser gefunden werden – etwa bei Suchanfragen wie „Pizzeria in [Stadt]“ oder „Restaurant in der Nähe“. Für Restaurants ist Local SEO oft wirkungsvoller als klassische Werbung, weil die Suchenden bereits eine konkrete Absicht haben.

Einheitliche Angaben (NAP)

Name, Adresse und Telefonnummer (englisch: NAP) sollten überall identisch sein – auf der Website, im Google-Profil und in Branchenverzeichnissen. Diese NAP-Konsistenz ist ein zentraler Faktor: Widersprüchliche oder veraltete Angaben verwirren nicht nur Gäste, sie schwächen auch das Vertrauen der Suchmaschine in Ihre Daten und damit Ihre lokale Sichtbarkeit.

Relevante Inhalte auf der Seite

Nennen Sie Ort, Stadtteil und Ihre Küchenrichtung in den Texten, damit klar wird, wofür und wo Sie stehen. Eine vollständige Seite mit Karte, Öffnungszeiten und Anfahrt hilft sowohl Gästen als auch Suchmaschinen, Ihr Angebot einzuordnen.

Einträge in Verzeichnissen

Neben dem Google-Profil gibt es weitere relevante Verzeichnisse und Kartendienste. Achten Sie darauf, dass Ihre Angaben dort ebenfalls korrekt und einheitlich sind. Veraltete Einträge mit alter Adresse oder falscher Telefonnummer tauchen gelegentlich noch auf und sollten – wo möglich – korrigiert werden, damit Gäste überall verlässliche Informationen finden.

Google-Unternehmensprofil optimieren

Das kostenlose Google-Unternehmensprofil (früher Google My Business) ist der wichtigste Hebel, um in der lokalen Suche und auf Google Maps zu erscheinen. Es ist der Eintrag, der rechts in der Suche oder als Kartenmarkierung auftaucht – häufig die erste Information, die Gäste über Sie sehen.

Pflegen Sie das Profil vollständig und halten Sie es aktuell:

  • Name, Adresse, Telefonnummer und Website korrekt und einheitlich hinterlegen.
  • Öffnungszeiten pflegen – inklusive Sonderzeiten an Feiertagen.
  • Passende Kategorie und Attribute wählen (z. B. Küchenrichtung, Außenbereich, Reservierung).
  • Aktuelle, echte Fotos von Räumen, Gerichten und Außenansicht hochladen.
  • Speisekarte und Links zu Reservierung oder Bestellung ergänzen, wo möglich.
  • Auf Bewertungen reagieren, um Aktivität und Wertschätzung zu zeigen.

Aktuelle, positive Bewertungen stärken Vertrauen und lokale Sichtbarkeit zusätzlich. Wie Sie sie systematisch und regelkonform sammeln, lesen Sie im Leitfaden zu Bewertungen.

Restaurant bei Google Maps eintragen

Damit Ihr Lokal auf Google Maps erscheint, richten Sie das Google-Unternehmensprofil ein und lassen den Standort bestätigen. Der Ablauf in Kürze:

  1. Bei Google ein Unternehmensprofil für Ihr Restaurant anlegen oder einen bestehenden Eintrag beanspruchen.
  2. Genaue Adresse und den Standort auf der Karte setzen.
  3. Die Bestätigung (Verifizierung) durchführen – je nach Fall etwa per Postkarte, Telefon oder anderem angebotenen Weg.
  4. Nach der Bestätigung alle Angaben vervollständigen: Öffnungszeiten, Fotos, Kategorie, Website-Link.
  5. Die Angaben mit denen auf Ihrer Website abgleichen, damit alles konsistent bleibt.

Existiert bereits ein nicht von Ihnen erstellter Eintrag – etwa automatisch generiert –, sollten Sie ihn beanspruchen, statt einen zweiten anzulegen. Doppelte Einträge schaden der Auffindbarkeit.

Nach dem Eintrag lohnt es sich, den Standort selbst zu prüfen: Suchen Sie nach Ihrem Restaurant und kontrollieren Sie, ob die Markierung exakt am richtigen Ort sitzt und die Anfahrt stimmt. Gerade bei Lokalen in Hinterhöfen, Einkaufszentren oder Fußgängerzonen weicht die automatische Position gelegentlich ab. Eine korrekte Markierung erspart Gästen die Suche und sorgt dafür, dass sie pünktlich und gut gelaunt bei Ihnen ankommen.

Website-Baukasten vs. Agentur

Für die Umsetzung gibt es grob zwei Wege – beide haben ihre Berechtigung, je nach Budget, Zeit und Ansprüchen.

Website-Baukasten oder Branchenlösung

Baukästen und gastronomiespezifische Lösungen sind schnell startklar, günstiger und lassen sich selbst pflegen. Eine Branchenlösung hat den Vorteil, dass Speisekarte, Reservierung und Bestellung bereits gastronomiegerecht integriert sind, statt mühsam zusammengesetzt werden zu müssen. Der Nachteil: weniger individuelles Design als bei einer maßgeschneiderten Lösung.

Agentur

Eine Agentur liefert individuelles Design und übernimmt die Arbeit für Sie – das ist sinnvoll bei besonderen Ansprüchen oder fehlender Zeit. Es kostet jedoch mehr, und für jede Änderung sind Sie meist auf den Dienstleister angewiesen. Achten Sie hier besonders darauf, dass Domain und Inhalte Ihnen gehören und Sie laufende Aktualisierungen einfach beauftragen können.

Für viele kleinere Betriebe ist eine pflegeleichte Branchenlösung der praktischste Weg, weil sie Website, Karte und Reservierung in einem Werkzeug bündelt.

Fazit

Eine gute Restaurant-Website ist mobil, schnell und vollständig – mit Karte, Öffnungszeiten, Anfahrt und einem klaren Weg zur Reservierung oder Bestellung. Über ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil und konsistente NAP-Angaben zahlt sie direkt auf Ihre lokale Auffindbarkeit ein. Ob Sie dafür einen Baukasten, eine Branchenlösung oder eine Agentur wählen, hängt von Budget und Zeit ab; wichtig ist, dass Domain und Inhalte Ihnen gehören und sich leicht aktualisieren lassen. So gewinnen Sie Gäste, ohne von Portalen abhängig zu sein. Antworten auf häufige Fragen finden Sie im Hilfe-Center.

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